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Stromdiscounter almado-Energy: Windige Geschäftspraktiken gekappt Stand: 26.01.2015

Stromdiscounter almado-Energy: Windige Geschäftspraktiken gekappt

Wechselwillige Stromkunden ködert die almado-Energy GmbH mit dem Versprechen, auf die erste Jahresendabrechnung 25 Prozent “Neukundenbonus” zu gewähren. Bedingung: Man muss als “almado-ENERGY Neukunde 12 Monate” in einem bestimmten Tarif sein.
 

In der Vergangenheit setzte der Stromdiscounter jedoch viel Energie daran, die Auszahlung des 25-Prozent-Bonus zu verweigern: Mal wurde die vermeintliche Berücksichtigung des Nachlasses durch eine intransparente Rechnung vorgegaukelt, mal wurde die Kündigungsfrist anders als erwartet berechnet, was zum Verlust der Gutschrift führen sollte. Per Abmahnung hatte die Verbraucherzentrale NRW solchen Geschäftspraktiken den Saft abgedreht: Der Stromlieferant mit Sitz in Köln räumte das unlautere Verhalten ein und verpflichtete sich, die beanstandeten wettbewerbsrechtlichen Verstöße gegenüber Verbrauchern ab 1. Juni 2014 zu unterlassen (zum Inhalt siehe unten unter Tipps, 1.). Da sich jedoch weiterhin viele Verbraucher über Abrechnungen beschwerten, hakte die Verbraucherzentrale NRW nach und hat inzwischen gegen die 365 AG Klage auf Unterlassung verspäteter Rechnungen und falscher Abrechnungen ohne Bonus beim Landgericht Köln erhoben (das Verfahren ist unter dem AZ: 31 O 514/2014 anhängig). Die 365 AG, die ihre Produkte unter anderem unter den Marken “MeisterStrom” und “IdealEnergie” vertreibt, ist verantwortlich für die Unternehmensgruppe, zu der die almado-Energy GmbH ebenso gehört wie die Immergrün-Energie GmbH mit ihren verschiedenen Bonustarifen (z. B. “Windkraft fix” oder “Wasserkraft”). Dieses Unternehmensgeflecht kommt einem Verwirrspiel gleich. Während die Anbahnung und Abwicklung von Verträgen von der Almado Energy GmbH und der immergrün Energie GmbH durchgeführt werden, die auch im Impressum der jeweiligen Internetseite angegeben sind, wird aber Vertragspartner tatsächlich die 365 AG (früher: Almado AG). Das kann man aber – wenn überhaupt – nur aus dem Kleingedruckten entnehmen. In Ziffer 1 Absatz 1 der Allgemeinen Stromlieferbedingungen (Stand Januar 2015) heißt es: “almado.de ist ein Geschäftsfeld der 365 AG.” Viele Verbraucher bzw. selbst deren Anwälte sind schon darauf reingefallen und haben das falsche Unternehmen verklagt. Das kann für Verbraucher unnötige Prozesskosten verursachen, wenn das Gericht die Rechtslage rein formal betrachtet. Zwar sah das Amtsgericht Castrop-Rauxel die verklagte immergrün Energie GmbH durchaus als richtige Beklagte an und gab der Zahlungsklage des Verbrauchers statt (AG Castrop- Rauxel (Anerkenntnisurteil vom 02.12.2014, AZ: 4 C 505/14). Hierauf sollte man aber nicht vertrauen, sondern direkt die richtige Firma, also die 365 AG verklagen. Ist dabei bereits die falsche Firma verklagt, kann vielleicht aber dennoch das Sitzungsprotokoll des AG Castrop-Rauxel als Argumentationshilfe dienen:

  • “Der Hinweis darauf, dass die Almado AG eigentlich immergrün sein soll und insofern auch die Stromversorgung übernimmt, befindet sich erst in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Kein Verbraucher wird aber bei Vertragsschluss sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Anlass nehmen und damit rechnen müssen, dass hier auf einmal eine völlig andere juristische Person passivlegitimiert sein soll.”

Die Verbraucherzentrale rät allen privaten Stromkunden, die von “almado” um den Bonus geprellt wurden, rückwirkend auf korrekte Abrechnung zu pochen. Dazu müssen Kunden allerdings selbst aktiv werden. Es gibt drei Konstellationen, bei denen Verbraucher zumindest gegenüber der almado-Energy GmbH gute Chancen auf bislang verweigerte Bonuszahlungen haben:

  • Zwölfmonatsvertrag erfüllt: Wer zwölf Monate ununterbrochen beliefert wurde und damit die vertraglichen Bedingungen erfüllt, hat Anspruch auf eine korrekte Abrechnung, die auch den zugesicherten 25-Prozent-Bonus berücksichtigt. Andernfalls kann eine Neuabrechnung und Auszahlung des Rechnungsguthabens gefordert werden.
  • Kundenansprüche bei Einlösung eines Verrechnungs-Schecks nicht verwirkt: Haben Kunden einen Verrechnungsscheck über ein Guthaben aus der Abrechnung eingelöst, sollten damit nach dem Willen des Stromdiscounters “alle Ansprüche gegenüber dem Unternehmen abgegolten sein”. Bei Jahresrechnungen ohne korrekte und nachvollziehbare Bonusverrechnung können Kunden jedoch weitergehende Ansprüche auch nach der Einlösung des Verrechnungsschecks noch geltend machen.
  • Neufestsetzung der Kündigungsfrist: Obwohl Kunden den Vertrag wirksam zum Ablauf des ersten Lieferjahres gekündigt hatten und somit die Voraussetzungen für die Bonuszahlung erfüllt waren, bestätigte die almado-Energy GmbH in einigen Fällen, dass der Vertrag zu einem früheren Zeitpunkt beendet worden sei. Und verweigerte folglich auch die Auszahlung. Wer die fristgerechte Kündigung zum Ablauf des ersten Lieferjahres nachweisen kann, hat jedoch Anspruch auf den vertraglich zugesicherten Bonus und gegebenenfalls auf Schadenersatz.

Wer vertragliche Ansprüche, z. B. auf Zahlung des Bonus, gerichtlich gegen “Almado” geltend machen will, muss aufpassen. Eine etwaige Klage sollte sich gegen den Vertragspartner, die 365 AG (Vorstand: Antoine Werner Beinhoff und Ines Melina Hoerner) richten. Deren Adresse lautet nach derzeitigem Impressum: Aachener Straße 1253, 50858 Köln. Die Verbraucherzentrale NRW hat eine weitere Klage gegen die 365 AG wegen der so genannten “Weihnachtsaktion” beim Landgericht Köln eingereicht (das Verfahren ist unter dem AZ: 31 O 494/2014 anhängig). Dort ging es darum, dass Verbrauchern Ende 2013 eine Vertragsverlängerung bis Ende 2014 für einen Bonus von 50,- Euro angeboten wurde. Wer unterschrieb, erhielt zum einen den ursprünglichen Neukundenbonus von 25% nicht mit der Begründung, der Tarif sei gewechselt worden. Zum anderen verlangte Almado auch ab Mitte Dezember 2013 höhere Preise, obwohl in der Werbung gerade ausdrücklich zugesichert wurde, dass sowohl der Grundpreis als auch der Arbeitspreis “unverändert” bleiben sollten.

Tipp
Kunden, die sich an der “Weihnachtsaktion” beteiligt haben, sollten ihre Bonusansprüche prüfen. Allein mit dem Argument eines Tarifwechsels kann der Anspruch nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der “Weihnachtsaktion” von Dezember 2013 sind auch keine höheren Preise zu zahlen, als sie zuvor wirksam vereinbart wurden.

Seit einiger Zeit beruft sich die 365AG verstärkt auf Bonusausschlussgründe wie etwa, dass der Kunde ein Gewerbe betreibe oder dass er als Betreiber einer Photovoltaikanlage keinen Anspruch auf den Bonus habe. Diese Ausschlüsse finden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und sind nach Meinung der Verbraucherzentrale NRW überraschend und unwirksam. Zwar kann die freiwillige Gewährung eines Bonus beschränkt werden, z. B. auf verschiedene Personengruppen. Dies muss möglichen Kunden aber bei Vertragsabschluss von vornherein transparent mitgeteilt werden und darf sich nicht erst aus dem Kleingedruckten ergeben. Die Verbraucherzentrale NRW hat die 365AG daher unter anderem wegen der Verwendung einiger Bonusausschlussklauseln abgemahnt. Beanstandet wird auch die Klausel unter Ziffer 9 Absatz 4: “Der Bonus- und Frei-kWh werden in Privatkundentarifen ausschließlich Haushaltskunden bei ausschließlich privater Nutzung der Abnahmestelle gewährt.” (AGB vom Stand Dezember 2014) Danach würden auch Kunden vom Bonus ausgeschlossen, die zum Beispiel ein kleines Arbeitszimmer für eine geringfügige berufliche (Neben-) Tätigkeit nutzen und die die steuerrechtlich als “gewerbliche Tätigkeit” gelten mag. Der Begriff der Haushaltskunden umfasst aber nach seiner gesetzlichen Definition in § 3 Nr. 22 EnWG alle Personen, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt kaufen, also auch den Stromverbrauch für solche untergeordneten Nebentätigkeiten. Das Amtsgericht Obernburg a. Main (Zweigstelle Miltenberg) ließ offen, ob eine entsprechende Klausel als überraschend und unwirksam anzusehen ist und hat mit Urteil vom 22.12.2014 (AZ: 14 C 295/14) dem Verbraucher den Bonus zugesprochen. Der Bonusanspruch sei nicht durch eine angeblich gewerbliche Nutzung ausgeschlossen, wenn auf einem Grundstück eine einzelne Ferienwohnung vermietet werde. Bericht Verbraucherzentrale NRW   https://www.vz-nrw.de

Rückforderung überhöhter Strom- und Gaspreise

Rückforderung überhöhter Strom- und Gaspreise

Wir informieren Sie über die rechtlichen Voraussetzungen für einen etwaigen Rückzahlungsanspruch und über die Frage, wie Sie einen solchen Anspruch berechnen können.
 

Viele Strom- und Gasanbieter haben in der Vergangenheit in ihren Energielieferverträgen mit Sonderkunden unwirksame Preisanpassungsklauseln verwendet und Preiserhöhungen hierauf gestützt. Höchstrichterlich entschieden ist mittlerweile, dass solche die Preiserhöhungen unwirksam sind. Die Versorger müssen daher bereits vorgenommene Rechnungskürzungen akzeptieren und zumindest den Kunden, die Widerspruch eingelegt oder Rechnungen nur unter Vorbehalt gezahlt haben, Geld zurückzahlen. Doch auch solche Verbraucher, die Rechnungen ohne Protest bezahlt haben, haben Chancen, Geld zurück zu bekommen. Auch die bislang für Haushaltskunden in der Grundversorgung geltenden gesetzlichen Rechtsgrundlagen für Preiserhöhungen sind nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 23.10.2014 mit europäischem Recht nicht vereinbar, so dass es bei diesen Kunden ebenfalls an einer wirksamen Rechtsgrundlage für Preiserhöhungen fehlte. Im Folgenden informieren wir Sie über die verschiedenen Fallgruppen und die rechtlichen Voraussetzungen für einen etwaigen Rückzahlungsanspruch sowie über die Frage, wie Sie einen solchen Anspruch berechnen können. Vorab aber ein Hinweis: Bei Rückzahlungsansprüchen aus Rechnungen von 2012 droht Ende 2015 die Verjährung! So verhindern Sie die Verjährung!

Tipp
➜ Vergleichen Sie in regelmäßigen Abständen Energiepreise und Vertragskonditionen. Nutzen Sie die Möglichkeit zu wechseln! Nur wenn Sie als Verbraucher Zeichen setzen und den Energieanbieter wechseln, kann mehr Wettbewerb entstehen, was wiederum zu günstigeren Preisen führt.➜ Bevor Sie zu einem anderen Versorger wechseln, müssen Sie Ihren aktuellen Vertrag kündigen. Kunden in der Grundversorgung können jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Sonderkunden müssen jedoch die vertraglichen Kündigungsfristen beachten!Am einfachsten ist ein Strom- oder Gaspreisvergleich über Tarifrechner im Internet.

Welche Kunden können aufgrund unwirksamer Preiserhöhungen Geld zurückverlangen?

Sowohl Kunden in der Grundversorgung als auch Sonderkunden haben Chancen, Geld zurückzubekommen. Für einen Rückzahlungsanspruch aus überhöhten Energierechnungen sind aber wichtige Voraussetzungen zu prüfen. ➜ Mehr

Was tun, wenn der Strom- oder Gaslieferant Ihre Forderung ablehnt?

Die Unternehmen werden Rückforderungen in der Regel wohl ablehnen. Dann bleibt den Kunden letztlich nur eine Klage vor Gericht. ➜ Mehr

Wie verhindern Sie die Verjährung?

Wenn Sie Geld aufgrund unwirksamer Preiserhöhungen zurückfordern möchten, sollten Sie bezüglich Rechnungen von 2012 die Verjährung verhindern. Bezüglich Rechnungen aus dem Jahr 2011 und früher müssen Sie davon ausgehen, dass sich Ihr Strom- oder Gasanbieter auf die Verjährung Ihrer Ansprüche berufen wird. ➜ Mehr

Wie berechnen Sie Ihre Ansprüche?

Rückzahlungsansprüche können Sie jedenfalls aus Jahresrechnungen der Jahre 2012 bis 2015 geltend machen. Sind Sie Sonderkunde, muss Ihr Anspruch jedoch immer abschnittsweise bis zu dem Zeitpunkt geprüft und berechnet werden, zu dem Ihr Strom- oder Gasanbieter eine unwirksame Preisanpassungsklausel geändert oder mit Ihnen einen neuen Vertrag abgeschlossen hat. ➜ Mehr

Strom- und Gaspreis-Rückforderungen selbst berechnen

Anhand von Berechnungstabellen, die wir Ihnen zum kostenlosen Download anbieten, können Sie die Höhe Ihrer Rückforderungen Schritt für Schritt genau bestimmen. ➜ Mehr

Übersicht über die BGH-Rechtsprechung zu Preisanpassungsklauseln

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine Vielzahl von Preisanpassungsklauseln und die darauf beruhenden Preiserhöhungen als unwirksam angesehen. Wir listen die Klauseltexte mit Angabe der Urteile auf. ➜ Mehr

Musterbriefe der Verbraucherzentrale

Um Jahresrechnungen zu widersprechen und Ihre Ansprüche geltend zu machen, können Sie unsere Musterbriefe verwenden. ➜ Musterbrief: Strom-/Gaspreiserhöhungen bei Sonderkunden – Widerspruch und RückforderungMusterbrief: Strom-/Gaspreiserhöhungen in der Grundversorgung – Widerspruch und Rückforderung   Bericht Verbraucherzentrale NRW   https://www.vz-nrw.de

Gaspreise - Preiserhöhungen - Abrechnungen Stand: 21.11.2014

Gaspreise – Preiserhöhungen – Abrechnungen

Informationen und Beratung

Verbraucher sollten die Preispolitik der Gasversorger nicht anstandslos hinnehmen. Im Gegenteil: sie sollten sie kritisch hinterfragen. Sollte sich der Verdacht auf unberechtigte Preiserhöhungen ergeben, so können sie sich dagegen zur Wehr setzen.
 

Regelmäßig melden die großen Energiekonzerne Rekordgewinne. Kein Energieversorger war und ist jedoch bereit, seine eigene Kostenentwicklung transparent zu machen und die Energiepreissteigerungen plausibel darzustellen. Viele Verbraucher aber wollten die enormen Preissteigerungen für Erdgas seit etwa 2004 ohne einen nachvollziehbaren Nachweis für den behaupteten Kostenanstieg nicht mehr hinnehmen. Die Versorger überrollte eine Welle von Kundenprotesten. Verbraucher beriefen sich mit Unterstützung der Verbraucherzentralen auf § 315 BGB, das heißt, sie haben ihren Versorger aufgefordert darzulegen, dass die Preiserhöhung angemessen war. Andere Kunden verweigerten sich unter Hinweis auf unwirksame Preisänderungsklauseln in ihren Sonderverträgen, die Gaspreiserhöhungen zu zahlen. Viele Versorger haben auf Zahlungsverweigerungen mit Klagen reagiert. Die meisten Verfahren sind bisher zu Gunsten der Verbraucher ausgefallen. Andere müssen bis heute um ihr Recht kämpfen. Kunden, die bereits bis in das Jahr 2008 Erhöhungen widersprochen und diese nicht gezahlt haben, können sich inzwischen auf die Verjährung berufen. Sie müssen die bis einschließlich 2008 gekürzten Beträge aus den Rechnungen nicht mehr bezahlen. Die folgenden Informationen bieten Ihnen einen kompakten Überblick darüber, ob und wie Sie sich auf juristischem Wege gegen überzogene Gaspreisforderungen Ihres Lieferanten wehren können. Sie können und sollen jedoch keine persönliche Beratung ersetzen, da jeder Fall seine Besonderheiten aufweist. Grundsätzlich sollten Sie sich deshalb persönlich beraten lassen. Beratung erhalten Sie in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen. Wenn Sie Gaskosten sparen wollen, geht dies vor allem über eine konsequente Verbrauchssenkung und eventuell durch den Wechsel des Gasversorgers. Informationen dazu und persönliche Beratung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentralen.

Musterklage zur Rückforderung unberechtigter Gaspreiserhöhungen Stand 07.03.2014

Musterklage zur Rückforderung unberechtigter Gaspreiserhöhungen

Die Verbraucherzentrale hat in exemplarischen Fällen für einzelne Kunden Geld zurück gefordert und die dabei anstehenden Rechtsfragen gerichtlich klären lassen. Die meisten Kunden müssen jedoch selbst ihre Rechte geltend machen. Zur Unterstützung und Hilfe haben wir eine Musterklage verfasst, mit der Sie Ihre Ansprüche bei Gericht geltend machen können.
 

Der Bundesgerichtshof(BGH) hat in etlichen Urteilen festgestellt, dass Klauseln in Gaslieferverträgen mit Sonderkunden zur Anpassung der Preise sowie darauf beruhende Preiserhöhungen unwirksam waren. Insbesondere das in einem Musterverfahren der Verbraucherzentrale NRW gegen RWE ergangene Urteil vom 31.07.2013 (VIII ZR 162/09) hat für Aufsehen gesorgt. Grundsätzlich haben solche Entscheidungen haben auch Auswirkungen in Fällen, in denen Gasversorger gleich lautende oder inhaltsgleiche Klauseln in ihren Verträgen verwendet haben. Verbraucher erhalten dann unter gewissen Voraussetzungen Geld zurück. Leider sind jedoch die Anbieter nur selten dazu bereit, ihren Kunden freiwillig Geld zurück zu zahlen. Zwar hat die Verbraucherzentrale in exemplarischen Fällen für einzelne Kunden Geld zurück gefordert und die dabei anstehenden Rechtsfragen teilweise gerichtlich klären lassen. Leider ist es uns aber nicht möglich, für alle Verbraucher Gerichtsverfahren durchzuführen. Die meisten Betroffenen sind daher darauf angewiesen, selbst ihre Rechte geltend zu machen. Zur Unterstützung und Hilfe haben wir eine Musterklage verfasst, mit der Sie Ihre Ansprüche bei Gericht geltend machen können. Sie können sie sich entweder im RTF-Format oder als PDF herunterladen. In einem weiteren Dokument geben wir Ihnen Erläuterungen zum Umgang mit der Musterklage. Bitte beachten Sie, dass es sich nur um ein Gerüst handelt. Wegen der Vielzahl der Versorger, der unterschiedlichen Preisstruktur, Tarife und Preisanpassungsklauseln lässt sich keine verbindliche Klageschrift entwerfen, die man einfach ausfüllen und ergänzen könnte. Im Zweifel sollten Sie also einen im Energierecht versierten Rechtsanwalt einschalten.

Wie sollten Sie vorgehen?

Zur Vermeidung von unnötigen Prozesskosten müssen Sie auf jeden Fall den Gaslieferanten zunächst außergerichtlich auffordern, Ihnen Geld zurückzuzahlen. Erkennt nämlich im Falle einer sofortigen Klage der Versorger Ihre Ansprüche an, tragen Sie die Prozesskosten des Rechtsstreits. Informationen dazu, was im einzelnen zu prüfen ist, finden Sie hier. Außerdem bieten wir Ihnen eine Liste unwirksamer Preisklauseln, die der BGH als unwirksam angesehen hat. Lehnt der Gasversorger Ansprüche ab, können sie dann einen Mahnbescheid beantragen oder eine Klage erheben.

Rechnungen für Strom und Gas: Was Energieversorger mitteilen müssen Stand: 22.01.2014

Rechnungen für Strom und Gas: Was Energieversorger mitteilen müssen

Früher war`s schlechter. Die jährlichen Rechnungen für Strom und Gas erschienen den Kunden zumeist unergründlich. Das hat sich zum Besseren gewendet.

Inzwischen schreibt das Gesetz den Versorgern vor, was sie alles zu erwähnen haben. Und die Verbraucher können sich bei Problemen mit ihrem Versorger an eine Schlichtungsstelle wenden. Die Rechnungen der Energieversorger müssen nach dem Energiewirtschaftgesetz (EnWG) einfach und verständlich sein und mindestens Angaben zu folgenden Punkten enthalten:

  • Preis, Abrechnungszeitraum, Anfangs- und Endzählerstand, Ableseart und gezahlte Abschläge,
  • Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse des Energieversorgers,
  • Vertragsdauer, geltende Preise, nächstmöglichen Kündigungstermin und Kündigungsfrist,
  • Nummer der Lieferstelle (Zählpunktbezeichnung) und Codenummer des Netzbetreibers,
  • Vorjahresverbrauch und Verbrauch der Vergleichskundengruppe,
  • die Anteile der einzelnen Energieträger, deren Kohlendioxidemissionen und radioaktiver Abfall,
  • Konzessionsabgabe, Netzentgelt, eventuelle Entgelte für Messstellenbetrieb und Messung,
  • Hinweis auf die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens, Anschrift der Schlichtungsstelle sowie Kontaktdaten der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde.

Der Preis

Der Preis setzt sich meist aus einem festen Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis zusammen. Manche Verträge sehen auch tageszeitabhängige Preise vor.

Der Verbrauch

Der Versorger muss angeben, wie er den Verbrauch ermittelt hat – per Ablesung oder Schätzung. Für eine genaue Abrechnung ist es ratsam, die Zählerstände zum Abrechnungsstichtag, bei Ein- oder Auszug, bei Preiserhöhungen und bei einem Anbieterwechsel abzulesen und dem Energieversorger mitzuteilen – bei Ein- oder Auszug zusätzlich auch dem Netzbetreiber. Wo bereits ein intelligenter Zähler (Smart Meter) installiert ist, entfällt die Ablesung vor Ort. In diesem Fall ist der Energieversorger verpflichtet, unentgeltlich eine monatliche Information über den Verbrauch zur Verfügung zu stellen, die auch die Kosten widerspiegelt.

Die Abrechnungsperiode

Sie darf 12 Monate nicht wesentlich überschreiten. Kunden können statt der üblichen Jahresrechnung auch eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Abrechnung verlangen. Hierfür kann der Versorger aber zusätzliche Kosten berechnen.

Die Rechnungsstellung

Das Gesetz (§ 40 Abs. 4 EnWG) schreibt vor, dass den Kunden die Rechnung spätestens sechs Wochen nach Beendigung der Abrechnungsperiode oder des Lieferverhältnisses vorliegen muss. Wer keine Rechnung erhält, sollte nachfragen, um keine böse Überraschung zu erleben. Denn trotz fehlender Rechnung verjährt die Forderung nicht.

Vorauszahlungen und/oder Abschläge

Beide sind nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraumes und dem vereinbarten Preis zu berechnen – notfalls auch nach dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Verbraucher. Einen geringeren Verbrauch, den der Kunde nachvollziehbar begründet – zum Beispiel wenn sich der Haushalt verkleinert hat oder eine neue, effizientere Heizungsanlage eingebaut wurde – muss der Versorger angemessen berücksichtigen. Eine Vorauszahlung wird nicht vor Beginn der Lieferung fällig (§ 41 Abs. 2 EnWG). Das betrifft Verträge mit Jahresvorauskasse, von denen die Verbraucherzentrale ohnehin abrät. Abschlagszahlungen können nur für die Zukunft angepasst werden, zum Beispiel bei zulässigen Preiserhöhungen während der laufenden Abrechnungsperiode. Bisher machen die Anbieter von dieser Möglichkeit aber nur zurückhaltend Gebrauch.

Beschwerden

Auf Beschwerden muss der Energieversorger innerhalb von 4 Wochen mit einer Begründung antworten. Danach kann die Schlichtungsstelle Energie eingeschaltet werden. Deren Empfehlung ist für den Kunden kostenfrei – allerdings auch unverbindlich. Der Energieversorger muss ihr nicht folgen.

Tipp
Unsere Tipps sollen Ihnen helfen, nur zu bezahlen, was Sie tatsächlich verbraucht haben, und eventuelle Probleme mit dem Versorger zu lösen.
  • Sie erhalten die Rechnung: Kontrollieren Sie zunächst die Angaben zu Messstelle, Zählerständen, Abrechnungszeitraum, Preis und Abschlagszahlungen.
  • Sie stellen fest, dass der Zählerstand nicht stimmt: Gleichen Sie die Zählernummern ab! Überprüfen Sie, wie die Ablesung erfolgt ist, und schauen Sie, wenn Sie den Zählerstand selbst mitgeteilt haben, ob der Versorger ihn auch berücksichtigt hat.
  • Der Rechnungsbetrag ist wesentlich höher als im Vorjahr: Dafür kann entweder ein erhöhter Preis oder ein erhöhter Verbrauch verantwortlich sein. Prüfen Sie, ob der abgerechnete Preis dem vertraglich vereinbarten entspricht oder ob es eine (zulässige) Preiserhöhung gab. Suchen Sie sich eventuell einen günstigeren Energieversorger. Dabei helfen Vergleichsportale im Internet, die allerdings nicht frei von Tücken sind. Einen bundesweiten Ökostrom-Tarifrechner finden Sie hier. Hat sich der Verbrauch erhöht, empfiehlt sich eine Energieberatung bei der Verbraucherzentrale.
  • Sie wollen die Rechnung wegen Fehlern nicht bezahlen: Teilen Sie dem Energieversorger nachweislich (zum Beispiel per Einschreiben) den Fehler mit und fordern Sie ihn auf, eine ordnungsgemäße Abrechnung zu erstellen! Kürzen Sie die Rechnung eigenmächtig, kann zumindest der Grundversorger nach einer Ankündigung die Versorgung unterbrechen. Das ist auch schon bei relativ geringen “Rückständen” von mindestens 100 Euro möglich.
  • Sie haben nicht das Geld, um die Rechnung zu bezahlen. Stecken Sie auf keinen Fall den Kopf in den Sand, da Ihnen als Kunde in der Grundversorgung sonst eine Unterbrechung der Versorgung droht! Bieten Sie, falls möglich, dem Energieversorger an, den Betrag in Raten zu zahlen! Ansonsten sollten Sie sich unverzüglich an das zuständige Jobcenter, die Agentur für Arbeit, das Sozialamt oder eine Schuldnerberatungsstelle wenden und den Energieversorger über diesen Schritt informieren. Die Verbraucherzentrale NRW bietet darüber hinaus im Projekt Energiearmut in acht Städten eine spezielle Beratung zum Thema “Energiesperre und Zahlungsprobleme rund um die Energierechnung”an.
  • Sie wollen sich über das Verhalten eines Energieversorgers beschweren: Dazu können Sie sich an die Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Sie hilft Ihnen zwar nicht direkt, sie nimmt aber Beschwerden entgegen.

Bericht Verbraucherzentrale NRW   https://www.vz-nrw.de

Umfrage zum Wechsel des Energieversorgers Stand: 11.03.2015

Umfrage zum Wechsel des Energieversorgers

Haben Sie Ihren Strom- oder Gasanbieter schon einmal gewechselt? Die Verbraucherzentrale sammelt Meinungen und Erfahrungen.
 

Jeder Verbraucher kann seinen Strom- und/oder Gaslieferanten frei wählen. Der Anbieterwechsel ist einfach und unkompliziert. Mit unserer Online-Befragung möchten wir herausfinden, ob Verbraucher schon einmal ihren Versorger gewechselt haben oder was sie von einem Wechsel abhält und welche Aspekte ihm beim neuen Vertrag/neuen Anbieter besonders wichtig sind. Die Online-Umfrage läuft bis zum 30. Juni 2015. Die Ergebnisse sollen aktuelle Probleme beim Anbieterwechsel und mögliche Handlungsspielräume für Politik und Gesetzgeber aufzeigen. Für Ihre Unterstützung schon im Voraus herzlichen Dank.   Bericht Verbraucherzentrale NRW   https://www.vz-nrw.de

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